# Windows Server 2025: Die Next-Gen Infrastruktur
TL;DR / Management Summary Windows Server 2025 ist der bisher größte Schritt in Richtung Cloud-Native und High-Performance. Die Highlights sind das systemweite Hotpatching (Sicherheitsupdates ohne Reboot), massive Performance-Steigerungen im Active Directory (32KB Pages) und natives NVMe-over-Fabric Support. Ein Senior Admin bereitet die Migration jetzt vor, indem er die AD-Funktionsebene prüft und Hardware-Lifecycle-Pläne für RDMA-fähige Netze (für S2D vNext) erstellt.
# 1. Top 3 Killer-Features
Warum sich das Upgrade lohnt.
# 1. Hotpatching für alle
Bisher war Hotpatching exklusiv für Azure-Workloads. Ab Server 2025 können auch On-Prem-Server (Standard & Datacenter) Sicherheitsfixes im laufenden Betrieb anwenden.
- Vorteil: Reduziert Wartungsfenster und Reboots um bis zu 70%.
# 2. Active Directory ‘Next Generation’
Das AD bekommt sein erstes großes Datenbank-Upgrade seit Windows 2000.
- 32KB Page Size: Die Datenbank nutzt nun größere Blöcke (statt 8KB), was bei großen Verzeichnissen die Performance massiv steigert.
- Numa Awareness: Bessere Skalierung auf Multi-Socket Systemen.
# 3. Storage Performance (S2D vNext)
- De-Clustered RAID: Schnellerer Rebuild bei Disk-Ausfällen.
- NVMe-Optimierung: Der I/O Stack wurde komplett umgeschrieben, um die Millonen IOPS moderner NVMe-Disks voll auszunutzen.
# 2. Der Migrationspfad
Sicher auf 2025 kommen.
# Unterstützte Upgrades
Windows Server 2025 unterstützt In-Place Upgrades von:
- Windows Server 2019
- Windows Server 2022
# Der ‘Clean Swing’ (Empfohlen)
Für kritische Rollen wie DCs oder SQL-Server empfehlen wir den “Swing-Migration” Ansatz:
- Neue Server 2025 VM in Proxmox aufsetzen.
- Rolle installieren und Daten/Rollen migrieren (z.B. FSMO verschieben).
- Alten Server 2019/2022 abschalten.
# 3. Deep Dive: Flighting & Pay-as-you-go
Neue Lizenzmodelle.
Mit Server 2025 führt Microsoft optionale Flighting-Modelle ein (ähnlich wie beim Windows Insider Programm), um Features früher zu testen. Zudem gibt es Bestrebungen für Pay-as-you-go Abrechnungen via Azure Arc, was ideal für temporäre Test-Workloads ist.
# 4. Day-2 Operations: Hardware-Ready Check
Passt der Host zum neuen OS?
# CPU & RAM Anforderungen
Die Mindestanforderungen bleiben stabil, aber für die neuen Features (VBS, Hotpatching) ist moderne Hardware (Intel Xeon Scalable 3rd Gen+ / AMD EPYC 2nd Gen+) zwingend erforderlich.
# Checkliste via PowerShell
# Prüft auf Kompatibilität für Hotpatching (Beispielhaft)
Get-ComputerInfo | Select-Object OsBuildNumber, VirtualizationBasedSecurityStatus
# 5. Troubleshooting & “War Stories”
Vorbereitung auf die Early-Adopter-Hürden.
# Top 3 Erwartete Probleme
-
Herausforderung: Veraltete Backup-Agenten.
- Grund: Die Änderungen im NTFS/ReFS-Kernel für Server 2025 erfordern oft neue Treiber der Backup-Hersteller.
- Lösung: Erst Backup-Kompatibilität prüfen, dann OS-Upgrade.
-
Herausforderung: AD-Schema Upgrade.
- Risiko: Das neue 32KB Page-Size Feature ist permanent. Ein Rollback der Database-Struktur ist nicht möglich.
- Vorsorge: Machen Sie einen autoritativen AD-Restore-Test (Artikel 504), bevor Sie den ersten 2025er DC in einen alten Forest hängen.
-
Herausforderung: SMB over QUIC Zertifikate.
- Lösung: Stellen Sie sicher, dass Ihre interne PKI (Artikel 520) bereits für die Bereitstellung von Zertifikaten für externe Endpunkte bereit ist.
# “War Story”: Die “Instant” AD-Replikation
Ein Beta-Tester berichtete, dass seine Forest-weite Replikation nach dem Upgrade des ersten DC-Paars auf 2025 von 15 Minuten auf unter 2 Minuten sank. Die Kombination aus optimierter DB-Struktur und neuen Kompressions-Algorithmen im Replikations-Stream machte die WAN-Strecke plötzlich zum LAN-Ersatz.
# 6. Monitoring & Reporting
Zukunftssicherheit prüfen.
Nutzen Sie das Windows Admin Center (vNext), um den Readiness-Score Ihrer Flotte für Server 2025 zu berechnen.
# 7. Fazit & Empfehlung
Windows Server 2025 ist die Plattform für das nächste Jahrzehnt.
- Empfehlung: Beginnen Sie jetzt mit dem Aufbau einer Test-Umgebung in Proxmox.
- Strategie: Nutzen Sie das Hotpatching als Hauptargument für das Budget-Approval – die Einsparung bei den Wartungswochenenden ist der größte ROI.
# Anhang: Die 5 wichtigsten Änderungen
- Hotpatching: Reboot-falle Updates.
- NVMe over Fabric: Netzwerk-Storage mit lokaler Geschwindigkeit.
- AD Database Upgrade: 32KB Pages für massive Skalierbarkeit.
- SMB over QUIC: VPN-loses Filesharing für Remotes.
- GPU-P (Partitioning): Grafikkarten-Teilung für VMs nativ integriert.